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Mausarm, Tennisellbogen & Handgelenksbeschwerden: Manuelle Behandlung bei Überlastung

Tausende Klicks pro Tag, monotone Tippbewegungen und eine abgewinkelte Handhaltung an Tastatur und Maus: Überlastungen der Unterarmmuskulatur gehören zu den häufigsten Zivilisationsbeschwerden im Büroalltag. Ob als Repetitive Strain Injury (RSI / „Mausarm“), Tennisellbogen (Epicondylitis lateralis) oder Sehnenscheidenreizung – was im Handgelenk schmerzt, hat seinen Ursprung oft im Unterarm und Nacken.

Die Biomechanik von Hand und Unterarm

Unsere Finger besitzen selbst fast keine Muskelbäuche – die Kraft für den festen Griff sowie das Tippen und Klicken stammt fast vollständig aus den Beugern (Flexoren) und Streckern (Extensoren) im Unterarm. Über lange Sehnen, die durch den engen Karpaltunnel und über das Handgelenk ziehen, bewegen sie die Fingerglieder.

Die Strecksehnen entspringen gemeinsam am äusseren Ellbogenknochen (Epicondylus lateralis). Wer ständig die Maus bedient oder die Finger im Tippen leicht angehoben hält, setzt diese Sehnenansätze einer permanenten statischen Haltearbeit aus. Es kommt zu Mikrotraumata und Degenerationen des Sehnengewebes (Tendinose).

Typische Symptome und Stadien

  1. Frühstadium: Diffuses Ziehen oder Schweregefühl im Unterarm nach einem langen Arbeitstag, das nach dem Wochenende zunächst wieder verschwindet.
  2. Fortgeschrittenes Stadium: Druckschmerz am äusseren oder inneren Ellbogen, ziehende Schmerzen beim Greifen einer Kaffeetasse oder beim Händeschütteln.
  3. Chronisches Stadium: Kraftverlust in den Fingern, Ruheschmerz und nächtliches Kribbeln oder Taubheitsgefühl (oft durch Schwellung und Nervenkompression im Karpaltunnel).

Warum Dehnen allein oft nicht ausreicht

Statische Dehnübungen können hilfreich sein, erreichen aber selten die tieferen Verklebungen im Muskelgewebe. Wenn Muskeln über Monate überlastet werden, bilden sich schmerzhafte myofasziale Triggerpunkte im M. extensor carpi radialis brevis, M. supinator und M. brachioradialis. Diese Punkte halten den Muskel permanent unter Spannung und verringern die Durchblutung des ohnehin gefässarmen Sehnenansatzes.

Wie die gezielte Massage und Friktionstherapie hilft

Bei PEAK kombinieren wir in der therapeutischen Massage bewährte manuelle Methoden:

  • Querfriktionen nach Cyriax: Quer zum Faserverlauf des Sehnenansatzes ausgeführte Friktionen stimulieren die lokale Durchblutung, fördern die Einlagerung gesunder Kollagenfasern und hemmen die Schmerzübertragung.
  • Lösen von Unterarm-Triggerpunkten: Tiefenmassage entlang der Flexoren- und Extensorenlogen nimmt den Dauerzug von Handgelenk und Ellbogen.
  • Blick auf Nacken und Schultergürtel: Da die Nerven, welche den Arm versorgen (Plexus brachialis), aus der Halswirbelsäule stammen, beziehen wir verspannte Hals- und Brustmuskeln (z. B. M. pectoralis minor) immer in die Behandlung ein.

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Wissenschaftliche Quellen & Studien

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